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Über uns

WIR in unserem Bataillon Elektronische Kampfführung 911 sind ein teilmobiler Verband der Fernmeldeaufklärung der Bundeswehr. Unser Verband besteht aus den zwei Komponenten der mobilen landgestützten und der ortsfesten signalerfassenden Aufklärung.
Neben der Gestellung von Einsatzkontingenten der EloKa werden elektromagnetische Ausstrahlungen von unserer Aufklärungs- und Peilzentrale rund um die Uhr aufgeklärt. Die so gewonnenen Aufklärungsergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag als Entscheidungshilfe der militärischen Führung und helfen bei der Bewertung der Bedrohung von Einsatzkräften der Bundeswehr. Ebenso dienen sie der politischen Führung zur weiteren Lageeinschätzung in den Aufklärungs- und Interessengebieten.

Grußwort des Kommandeurs

Als Kommandeur des Bataillons für Elektronische Kampfführung 911 (EloKaBtl 911) heiße ich Sie herzlich auf unserer Internetpräsenz willkommen.

Als nunmehr Teil des Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum betreibt das EloKaBtl 911 weiterhin, der langen und erfolgreichen Tradition der Fernmeldeaufklärung in dieser Region folgend, die ortsfeste Aufklärung. Seit 2013 verfügt das EloKaBtl 911 über landgestützte, mobile EloKa-Kräfte. Die mobilen Kräfte des EloKaBtl 911wurden unter anderem erfolgreich im NATO Einsatz KFOR eingesetzt. So unberechenbar wie das Wetter zwischen Nord- und Ostsee ist auch die sich rasch wandelnde, weltpolitische Sicherheitslage, aus der sich die Aufträge für unser Bataillon generieren. Das flexible Reagieren auf diesen Wandel und die Erfüllung der vor uns stehenden Aufgaben prägen die vor uns liegende Zeit. Dabei stellt die Übernahme neuer Einsatzaufgaben nur einen Teil der erwarteten Prägung dar. Meine Soldaten und zivilen Mitarbeiter blicken gemeinsam mit mir alldem mit Initiative, Expertise und Motivation entgegen.

Fregattenkapitän Günther Brassel, im November 2017

Unser Auftrag

Viele Antennen.
Antennenfeld. (Quelle: EloKaBtl 911/Paetzold)Größere Abbildung anzeigen

Die Wurzeln unseres Verbandes reichen zurück bis in die „Gründerzeit“ der Bundeswehr 1956. Seit jeher ist die Aufklärung (fremder Streitkräfte) mit Mitteln und Methoden der signalerfassenden Aufklärung mit dieser Region im nördlichsten Teil Schleswig-Holsteins verwurzelt. Waren es zu Zeiten des Kalten Krieges noch die Marinestreitkräfte des Ostblocks, welche es aufzuklären galt, sind es nunmehr auch die asymmetrischen Bedrohungen, sowie paramilitärische Kräfte, welche in den Fokus gerückt sind.

Im Rahmen der Umstrukturierung der Bundeswehr wurde unser ehemals ortsfester Verband zu einem teilmobilen Bataillon umgegliedert. So wurde das Aufgabenspektrum an das sich ständig verändernde politische Weltklima angepasst. Seit 01.04.2013 trägt unser Verband auch durch eigene Kräfte zur mobilen Fernmeldeaufklärung in den Einsatzgebieten der Bundeswehr bei. Hierbei liegt der Schwerpunkt in der „Force Protection“ der eigenen Kräfte im Einsatz. Aktuell ist unser Bataillon als Leitverband für die EloKa im KFOR-Einsatz auf dem Balkan vertreten.

Aber auch „vor Ort“ sind wir 365 Tage im Einsatz und klären weltweit Signale im elektromagnetischen Spektrum auf. Hier gilt „Wissen, bevor es andere wissen“. Unsere Soldaten und Beamten im ortsfesten Einsatz leisten im Schichtdienst einen wertvollen Beitrag zur Krisenfrüherkennung und zur Unterstützung von eigenen Kräften und Partnern im Einsatzland. Neben der dafür notwendigen fachlichen Qualifikation „außer Haus“ erlernen unsere Soldaten hier vor Ort ihr militärisches Grundhandwerk in der Allgemeinen Grundausbildung.

Ausbildung

Mehrere Soldaten mit Gewehren während des Marsches.
Stetige Ausbildung im Bataillon. (Quelle: EloKaBtl 911/Wustrak)Größere Abbildung anzeigen

Eine besondere Aufmerksamkeit genießt in unserem Bataillon die dreimonatige Grundausbildung, die in der 1. Kompanie 911, der Versorgungs- und Ausbildungskompanie, durchgeführt wird. Hier beginnen die Rekrutinnen und Rekruten ihre soldatische Laufbahn und erlernen die militärischen Grundfertigkeiten.

Hierbei werden in den ersten Tagen den Rekrutinnen und Rekruten die ersten Grundsätze des Soldatenberufs vermittelt. Nach der entsprechenden Einkleidung, stehen korrektes Antreten und die erste Waffen- und Schießausbildung zu Beginn der Ausbildung im Vordergrund. Im späteren Verlauf der Grundausbildung kommt die Gefechts-, Wach-, Sanitäts- und Sportausbildung hinzu. Ein Höhepunkt im zweiten Ausbildungsmonat ist das feierliche Gelöbnis, bei dem oftmals die gesamte Familie der jungen Soldatinnen und Soldaten anwesend ist. Es findet meistens in der Öffentlichkeit statt und die Rekrutinnen und Rekruten werden durch den Formaldienst, bei dem das Marschieren im Gleichschritt geübt wird, auf das Gelöbnis vorbereitet. Am Ende der Grundausbildung findet die zweitägige Abschlussübung statt, die den Höhepunkt der Grundausbildung darstellt. Erworbene Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten werden hierbei überprüft. Die Rekrutinnen und Rekruten werden schrittweise auf diese Abschlussübung vorbereitet, indem die körperlichen und geistigen Belastungen langsam gesteigert werden ohne dabei zu überfordern.

Nach der Grundausbildung werden die Soldatinnen und Soldaten durch weitere Lehrgänge (z.B. Erwerb des Dienstführerscheins) und Weiterbildungen gefördert. Die 1. Kompanie ist „der“ Dienstleister und Versorger des Bataillons, um die anderen Kompanien des Bataillons 911 „arbeitsfähig“ zu halten. Als Verbindungsglied zwischen Stab und Kompanien ist ihr stetes Wirken im Hintergrund unerlässlich.

Unser Wappen

Ein Wappen
Wappen des Bataillons (Quelle: EloKaBtl 911)Größere Abbildung anzeigen

Die Grundform des Wappens ist die klassische Schildform mit nach unten zulaufender Spitze in den Farben Blau, Rot, und Gold. Der goldene Anker auf blauem Grund versinnbildlicht die Wurzeln im ehemaligen Aufklärungssektor der Bundesmarine. Der hier rote, nach unten links zeigende Fernmeldeblitz symbolisiert unseren Aufklärungsauftrag. Die in der linken, oberen Ecke des Wappenfeldes stehende taktische Nummer ist zurückzuführen auf das bis März 2013 bestandene Unterstellungsverhältnis als Fernmeldeaufklärungsabschnitt des inzwischen aufgelösten Fernmeldebereichs 91 in Flensburg. Mit der Fortführung des Wappens wird damit auch ein Zeugnis unserer Verbandshistorie abgelegt. Weiterhin ist es Ausdruck für unser Verständnis der Neugestaltung, die zukunftsorientiert doch niemals die eigenen Wurzeln vergisst. Die Farben Blau, Rot, und Gold - die Farben Frieslands - unterstreichen darüber hinaus die Verwurzelung in der Region.


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Stand vom: 19.04.18 | Autor: 


http://cir.bundeswehr.de/portal/poc/cir?uri=ci%3Abw.cir.dienststellen.ksa.elokabtl911.ueberuns