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Über uns

Mit ihrer hoch spezialisierten Technik sind die Frankenberger in der Lage im mobilen als auch stationären Einsatz modernste Kommunikations- und Datenverbindungen aufzuklären und zu lokalisieren.

Zwei Soldaten mit Flagge

Der Kommandeur OTL Kotthoff (1.v.r.) bei seiner Amtsübernahme im Dezember 2015 (Quelle: PIZ SKB/)Größere Abbildung anzeigen

Das Bataillon Elektronische Kampfführung 932 (EloKaBtl 932) ist in der Burgwaldkaserne in Frankenberg (Eder) stationiert. Frankenberg (Eder) hat heute mehr als 19.000 Einwohner und 12 Stadtteile. Von der 1300-jährigen Geschichte zeugen die malerische Altstadt und die Fußgängerzone, die mit zahlreichen historischen Gebäuden und Fachwerkhäusern zum Bummeln und Einkaufen einladen.

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Burgwaldkaserne

Eingangsbereich einer Kaserne

EloKaBtl 932 - Zuhause in der Burgwaldkaserne (Quelle: EloKaBtl 932/)Größere Abbildung anzeigen

Seit Juni 1962 ist Frankenberg Garnisonsstadt und die Soldaten der Burgwaldkaserne ein Bestandteil des Stadtbildes. Damals wurde in einer neu errichteten Kasernenanlage, oberhalb von Frankenberg, aus verschiedenen Fernmeldeeinheiten das Fernmeldebataillon (EloKa) 320 aufgestellt. Die Frankenberger Soldaten arbeiteten damals sowohl mit den stationären Anlagen in der Kaserne als auch mobil nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. In den 1990ern wurde der Verband zum Fernmelderegiment 320 umgegliedert und schließlich 2003 in das Bataillon elektronische Kampfführung 932 überführt.

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Frankenberg (Eder)

Ein Rathaus in der Innenstadt

Historisches Rathaus von Frankenberg mit Bataillonsflagge (Quelle: EloKaBtl 932/)Größere Abbildung anzeigen

Im Rahmen der Vorbereitungen zum 30-jährigen Standortjubiläum 1992 entstand die Idee, mit der Stadt Frankenberg (Eder) eine Patenschaft einzugehen. Mit der Zustimmung des Bürgermeisters Helmut Eichenlaub und der Genehmigung der damaligen vorgesetzten Dienststelle, dem III. Korps in Koblenz, wurden am 22. Mai 1992 feierlich die Patenschaftsrollen im Sitzungssaal des Magistrats im Rathaus der Stadt Frankenberg unterzeichnet. Seither ist die Patenschaft auf Grundlage vieler gemeinsam bewältigter Herausforderungen, aber auch durch die Mitgliedschaft der Soldaten in zahlreichen Vereinen und Verbänden Frankenbergs und den umliegenden Gemeinden stets intensiv gepflegt wurden. Sichtbarer Ausdruck dieser engen und intensiven Patenschaft waren neben den zahlreichen öffentlichen Gelöbnissen, der Appell auf dem Frankenberger Obermarkt und der Tag der offenen Tür in der Burgwaldkaserne anlässlich des 50-jährigen Standortjubiläums und der 20-jährigen Patenschaft im Juni 2012. Der für jedermann sichtbarste Ausdruck der Verbindung zwischen der Stadt Frankenberg und dem EloKaBtl 932 ist aber die vor dem Frankenberger Rathaus wehende Bataillonsflagge, die solange gehisst bleibt, bis der letzte Soldat aus dem Verband wieder aus dem Einsatz heimgekehrt ist.

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Organisation und Auftrag

Häuser von oben

Die Burgwaldkaserne oberhalb von Frankenberg (Eder) (Quelle: EloKaBtl 932/)Größere Abbildung anzeigen

Nach weiteren Umgliederungen verfügt das heutige EloKaBtl 932 über einen Stab und 5 Kompanien. Es nimmt in dieser Aufstellung die Aufgaben der elektronischen Kampfführung wahr und führt Maßnahmen des Elektronischen Kampfes durch. Dazu gehört die unmittelbare Unterstützung von Einsatzverbänden mit Systemen zur mobilen Fernmeldeaufklärung im gesamten Frequenzspektrum. Dazu gehört unter anderem auch die mobile Aufklärung zellularer Netze. Zusätzlich verfügt das Bataillon über Kräfte zur Durchführung von elektronischen Gegenmaßnahmen, womit man die eigene Operationsführung unterstützen und die gegnerische Operationsführung erschweren kann. Als einziger Verband in der Bundeswehr unterstützt das EloKaBtl 932 außerdem mit speziell ausgebildeten EloKa-Kräften militärische Evakuierungsoperationen und Operationen der Spezialisierten Kräfte und der Spezialkräfte der Bundeswehr.

Darüber hinaus bildet das Bataillon jedes Quartal bis zu 48 Rekruten in der Allgemeinen Grundausbildung aus. Zusätzlich finden in den drei sogenannten Bataillonsausbildungszentren zusätzlich fachspezifische Ausbildungen die im gesamten Bereich des übergeordneten Kommandos Strategische Aufklärung (KSA) einzigartig sind. Die weiteren militärischen und fachlichen Ausbildungen die obligatorisch in jedem EloKa-Bataillon durchgeführt werden sind hier noch nicht hinzugezählt und runden die Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung in der Burgwaldkaserne ab.
Auch an internationalen und nationalen Großübungen beteiligt sich das Frankenberger Bataillon regelmäßig mit großem Erfolg und hat damit auch über die Landesgrenzen hinweg einen sehr guten Ruf. Neben der Informations- und Lehrübung (ILÜ) wird z.B. auch die maritime internationale Großübung „Northern Coasts“ jährlich unterstützt. Und auch an den NATO-Manövern „Trident Juncture“ wird das EloKaBtl 932 wiederholt mit Erfolg teilnehmen.

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Einsätze und Übungen

Eine Antenne im Wald

typisch EloKa : Der Antennenwald (Quelle: PIZ SKB/)Größere Abbildung anzeigen

Neben den Großübungen befindet sich das Bataillon seit 1997 ununterbrochen mit seinen Soldatinnen, Soldaten und zivilen Mitarbeitern in mehreren Einsatzgebieten im Einsatz (Schwerpunkt SFOR, KFOR, ISAF, Resolute Support (RS) in Mazar-E Sharif und Kunduz sowie MINUSMA in Mali). Seit 2002 befinden sich Angehörige des Bataillons ununterbrochen in Afghanistan. Dabei musste das Bataillon auch schwere Zeiten verkraften. Unter den Opfern des Anschlags auf einen Bus in Kabul 2003 befanden sich auch viele Frankenberger Soldaten. Ein Gedenkstein erinnert heute im Eingangsbereich der Burgwaldkaserne an die gefallenen Soldaten dieses feigen Anschlages.
Darüber hinaus leistet das Bataillon regelmäßig Einzelpersonalabstellungen in verschiedensten Funktionen und Einsatzgebieten (z.B. in Kabul im Headquarter von RS, bei MINUSMA in Mali oder Anti IS Unterstützung im Irak) und steht rund um die Uhr in Bereitschaft für militärische Evakuierungs- und Geiselbefreiungsoperationen.
Aber auch zur Unterstützung von allen nationalen und befreundeten internationalen Kräften im Einsatz leisten Angehörige des Bataillons außerdem im Schichtbetrieb Dienst um die sogenannte Reach-Back-Kapazität sicherzustellen. Sie leisten damit einen großen Beitrag zum Schutz deutscher und internationaler Soldaten in den Einsatzgebieten.
Im Jahr 2016 wurde das Bataillon mit der Aufstellung und Ausbildung einer EloKa-TaskForce für die Enhanced NATO Response Force (eNRF) mit der Bereitschaft von 2018 bis 2020 beauftragt. Neben der parallelen Bereitstellung des Personals für die Einsatzverpflichtung im Fähigkeitsbezug hat der Verband hierfür fast 100 Soldatinnen und Soldaten fertig ausgebildet vorzuhalten.

Ein Panzer im Feld

„Der Störer“ - Truppentransportpanzer Fuchs in der EloKa Variante „Hummel EK33“( (Quelle: PIZ SKB/)Größere Abbildung anzeigen

Zelte, Antennen und ein Transportwagen

Mobile Aufklärungszentrale während einer internationalen Übung in Österreich (Quelle: PIZ SKB/)Größere Abbildung anzeigen

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Das Verbandsabzeichen

Ein blaues Wappen mit goldener Umrandung

Das Verbandswappen des EloKaBtl 932 (Quelle: EloKaBtl 932/)Größere Abbildung anzeigen

Der hessische Geschichtsschreiber Wiegand Gerstenberg hat im 16. Jahrhundert das gekrönte „F“, oft golden in blau dargestellt, als Wappen der Gemeinde Frankenberg entworfen. Das „F“ steht dabei als Initial für die Gemeinde Frankenberg. Die darüber befindliche Laubkrone stellt einen Ausschnitt aus einem Kranz dar, der zum einen als Verzierung des „F“ gilt, zum anderen durch die darauf befindlichen Perlen eine Rangfolge der ansässigen Adelsstufen darstellt. Dieses Wappen als „Gemerke“ der Gemeinde Frankenberg wurde zunächst als Siegelabdruck und Brandzeichen verwendet. Am 7. Januar 1964 wurde dem Fernmeldebataillon 320 durch den damaligen Frankenberger Bürgermeister Wilhelm Falkenstein der Erlaubnis erteilt, dieses „Gemerke“ als Bataillonswappen zu verwenden. Bis heute ist das sogenannte Frankenberger „F“ das Wappen des Verbandes.

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Stand vom: 05.12.17 | Autor: 


http://cir.bundeswehr.de/portal/poc/cir?uri=ci%3Abw.cir.dienststellen.ksa.elokabtl932.ueberuns