Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Service > Archiv > 2019 > Mai > Gesamtstaatliche Cyber-Sicherheitsvorsorge – CIR kooperiert mit Bitkom e.V.

Gesamtstaatliche Cyber-Sicherheitsvorsorge – CIR kooperiert mit Bitkom e.V.

Nach Kooperationen zum Beispiel mit der Deutschen Telekom AG und dem Fraunhofer-Institut arbeitet der Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum nun auch mit dem größten Digitalverband Deutschlands, dem Bitkom e.V. zusammen. Im gemeinsamen Fokus der Kooperation stehen die Entwicklung und der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Cyber- und Informationsraum vor dem Hintergrund der Landes- und Bündnisverteidigung und der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge.

Mehrere Personen in einem Raum
Ein erfolgreicher erster Austausch zwischen dem Bitkom und KdoCIR (Quelle: PIZ CIR/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

Um eine gesamtstaatliche Cyber-Sicherheit in Deutschland gewährleisten zu können, ist ein enger Austausch zwischen Staat und Wirtschaft, insbesondere mit den Betreibern Kritischer Infrastrukturen, unabdingbar. Die Grundlage für eine intensive Zusammenarbeit bietet die bereits 2016 etablierte Cyber-Sicherheitsstrategie.

Folgerichtige Kooperation

Ein Mann hält eine Rede
Der Hauptgeschäftsführer des Bitkom unterstreicht die Wichtigkeit der Kooperation (Quelle: PIZ CIR/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

Ausdrücklich schließt dieser Gedanke der Zusammenarbeit als Partner neben Behörden mit Cyber-Sicherheitsaufgaben auch relevante Verbände aus Industrie und Wirtschaft mit ein. Der Stellvertreter des Inspekteurs des Organisationsbereichs CIR und Chief Information Security Officer (CISO) der Bundeswehr, Generalmajor Jürgen Setzer betont: „Bitkom vertritt mehr als 2.600 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, unter ihnen nahezu alle Global Player. Der Auftrag des Organisationsbereichs Cyber- und Informationsraum beinhaltet neben der Verantwortung für die Cyber-Verteidigung der Bundeswehr auch die Mitwirkung an der Cybersicherheit Deutschlands im gesamtstaatlichen Zusammenhang“. „Digitalisierung bedeutet ein Zusammenwachsen beider Welten und erfordert vor allem, dass wir miteinander reden. So können wir ein Verständnis dafür wecken und fördern, was Digitalisierung bedeutet. Deshalb freuen wir uns über die Kooperation mit dem Kommando CIR“, so der Hauptgeschäftsführer des Bitkom e.V., Bernhard Rohleder.

Ziel der Zusammenarbeit

Unsere Absicht ist, mit dem Bitkom e.V. in einen regelmäßigen Dialog mit der Wirtschaft zu treten, um der Dynamik der technologischen Entwicklung im Cyber- und Informationsraum Rechnung zu tragen“, führt Setzer weiter aus. „Im gegenseitigen Interesse wollen wir gemeinsame Projekte und Austauschformate mit den inhaltlichen Schwerpunkten Cyber- und Informationssicherheit sowie militärische Aufklärung vorantreiben." Es gehe aber auch darum, sich gemeinsam den Herausforderungen der Gewinnung von Nachwuchskräften im Bereich der IT zu stellen und sich darüber auszutauschen.

Erster Schritt getan

Als initialer Schritt der Umsetzung der Kooperationsvereinbarung fand am 15. und 16. Mai die erste gemeinsame Fachtagung der Kooperationspartner in Berlin statt. Die Veranstaltung wurde durch den Inspekteur Cyber- und Informationsraum, Generalleutnant Ludwig Leinhos und dem Hauptgeschäftsführer des Bitkom e.V., Bernhard Rohleder eröffnet. In drei Arbeitsgruppen setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Themen „Zusammenarbeitspotenziale unter besonderer Beachtung von Compliance“, „Digitale Souveränität im Cyberraum – wo ist Schlüsseltechnologie nötig?“ und „Aufklärung in hybriden Szenarien“ auseinander.

Ziele der Arbeitsgruppen

Zwei Personen unterhalten sich.
Auch außerhalb der Arbeitsgruppen wurden intensive Gespräche geführt. (Quelle: PIZ CIR/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

Ziel der Arbeitsgruppen war zum einen, erste konkrete Vorschläge zu möglichen Formen der freiwilligen Zusammenarbeit zwischen dem Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr und Unternehmen der digitalen Wirtschaft zu erarbeiten. Dabei wurden Wege diskutiert, wie qualifizierte Cyber-Experten gemeinsam gewonnen, weitergebildet oder eingesetzt werden können. Die verlässliche Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien sowie freiwilligen Kodizes war dabei stets Grundlage der Überlegungen. Aber auch die gemeinsame Schärfung der Begriffe Digitale Souveränität und Schlüsseltechnologie und ein gemeinsames Verständnis zu „hybriden Szenarien“ zu entwickeln, stand im Fokus der Arbeitsgruppen.

Gelungene Auftaktveranstaltung

Ein Soldat hält einen Vortrag
Der Stellvertreter des Inspekteurs CIR resümiert die erste Fachtagung (Quelle: PIZ CIR/Wanninger)Größere Abbildung anzeigen

Wir wollen besser verstehen, wo der Bundeswehr bei der Digitalisierung der Schuh drückt, und welche Bedürfnisse sie hat, um mit dem Know-how unserer Mitgliedsunternehmen zu helfen. Diese Kooperation ist keine Einbahnstraße sondern ein stetiger Prozess, bei dem beide Seiten voneinander lernen sollen“,  so Bernhard Rohleder. Ähnlich beschreibt der Stellvertreter des Inspekteurs CIR den Wert der Kooperation und der Tagung: „Als Akteure im Cyber- und Informationsraum ist es unser gemeinsames Interesse, die Kooperation und das Format dieser Tagung zu einem Forum des ständigen Dialogs zwischen Wirtschaft und Bundeswehr auszubauen“, resümiert Generalmajor Setzer die Veranstaltung.


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 23.05.2019 | Autor: 


https://cir.bundeswehr.de/portal/poc/cir?uri=ci%3Abw.cir.service.archiv.2019.mai&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB160000000001%7CBC9EYY088DIBR